Burgruine Heidelsburg bei Waldfischbach-Burgalben

Die Burgruine Heidelsburg auf dem Fröhnersberg bei Waldfischbach-Burgalben entstand in mehreren Phasen der Siedlungstätigkeit im Laufe der Geschichte. Hierbei gehen die ersten Spuren einer Siedlung bereits auf die La-Tène-Zeit gegen 400. V. Chr. zurück, als sich hier vermutlich ein Keltenstamm niedergelassen hatte. Anschließend nutzten die Römer das Areal einige Jahrhunderte lang aufgrund der strategischen Lage bis zur Zerstörung der Festungsanlage. Die Reste der Anlage bilden heute eine eingetragene Denkmalzone.

Mithrasdenkmal bei Reichweiler

Foto: Dr. Hans-Günther Clev

Das Relief bei Reichweiler unweit der Grenze zum Saarland verweist auf den römischen Mithraskult, der sich im 1. Jahrhundert vor Christus im Römischen Reich ausbreitete. Das Denkmal war ursprünglich Teil einer Tempelanlage und zeigt den

Gott Mithras bei der Tötung eines Stieres. Das Relief ist heute stark verwittert und wird von einem Schutzbau umgeben, der die frühere Tempelanlage andeuten soll.

Keltengarten in Steinbach am Donnersberg

Foto: Dr. Hans-Günther Clev

Die Kelten prägten die Region rund um den Donnersberg und deswegen bietet der Ort Steinbach mit einem Kelten-dorf und einem Keltengarten gleich zwei Attraktionen, die dem Besucher anschaulich die Welt der Kelten näher-bringen. Der Garten ist rund 6,4 Hektar groß und soll zum Erforschen der keltischen Kultur mit allen Sinnen anregen. Die drei Themenbereiche „Natur damals und heute“, „Kultur und Glaube“ sowie „Leben und Arbeit der Kelten“ veranschaulichen die Pflanzenwelt und Landwirtschaft zur Zeit der Kelten.
Schon gewusst? Auf dem Donnersberg befand sich einst eine der größten keltischen Stadtanlagen Mitteleuropas.

Rekonstruiertes Keltendorf in Steinbach am Donnersberg

Foto: Erwin Schottler

Das Keltendorf in Steinbach am Donnersberg ist ein Frei-lichtmuseum für Groß und Klein, in dem das Leben und die Arbeitsweise der Kelten anschaulich gezeigt werden. Besucher können nicht nur die nachgebaute keltische Siedlung besichtigen, son-dern auch die Handwerkstechniken der Kelten erlernen.

Keltischer Ringwall

Foto: Erwin Schottler

Auf dem Donnersberg bei Dannenfels befand sich eine keltische Befestigungsanlage mit einem Ringwall. Die Überreste des 8,5 Kilometer langen Ringwallsystems können auch heute noch begangen werden und sind mit Informationen, Ausgra-bungen und einer Rekonstruktion des Wallquerschnitts ein schönes Aus-

flugsziel für Wanderer.

Keltisches Wagengrab bei Weilerbach

Foto: Harald Kröher

Das keltische Wagengrab in Weilerbach besitzt aufgrund seiner Größe und als einzig geöffnetes Grab in der Pfalz einen besonderen archäo-logischen Wert. In dem seit der Öffnung im Jahr 1875 nicht mehr beachteten Grabungsareal werden eine Vielzahl weiterer, nicht mehr sichtbarer Gräber vermutet. Eine Stahlrekons-truktion des Wagengrabes in direkter Nähe zum originalen Fundort verbild-licht nun die Dimensionen und die Gestaltung des ursprünglichen Grabes.

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Adresse: 67685 Weilerbach

Keltische Hügelgräber bei Mehlingen

Keltische Hügelgräber befinden sich rund um die Ortsgemeinde Mehlingen. Heute sind über 300 Grabanlagen bekannt. Das gesamte Gebiet befindet

Foto: Harald Kröher

sich im Zentrum des ehema-ligen keltischen Siedlungs-landes, in Sichtweite zum Donnersberg. Sehr seltene Exemplare von keltischen Grabhügeln wurden in den Waldabteilungen Zollstock und Daubenborner Heide bei Mehlingen wieder aufgebaut. Weitere Gräber finden sich südlich von Baalborn.

Heidenburgwarte bei Kreimbach-Kaulbach

Foto: Harald Kröher

Die Heidenburgwarte bei Kreimbach-Kaulbach wurde aus den Steinfunden eines ehemaligen römischen Bergkastells im Jahr 1901 errichtet. Jedoch stand schon zur Zeit der Kelten an der Stelle der heutigen Heidenburgwarte eine keltische Fliehburg mit Ringwall. Von dieser sind bis heute noch Überreste zu sehen. Die heutige, etwa fünf Meter hohe, Warte bietet einen schönen Blick zum Königsberg und in das Lautertal mit der Stadt Wolfstein.

Keltischer Skulpturenweg auf dem Donnersberg

Foto: Dana Jung

Der keltische Skulpturenweg bei Dannenfels umfasst 13 Stationen und wurde im Rahmen eines Bildhauersym-posiums realisiert. Im Jahr 2014 konnte das groß ange-legte Kulturobjekt vollendet werden. Der Weg ist circa acht Kilometer lang und ver-bindet das keltische Dorf in Steinbach mit dem keltischen Ringwall auf dem Donnersberg. Dabei stehen über den ganzen Weg verteilt 13 Skulpturen, teilweise in Wald versteckt, die es zu entdecken gibt.

Alte Burg bei Rodalben

Die „Alte Burg“ in Rodalben ist streng genommen keine richtige Burg. Vielmehr handelt es sich bei dem Felsmassiv aus Buntsandstein um eine

Foto: Harald Kröher

vorgeschichtliche Fliehburg, welche auf natürliche Weise durch Felsen und durch eine Wallanlage geschützt war. Die Graben-Wall-Anlage besteht dabei aus drei hinterein-anderliegenden Abschnitts-wällen und zwei Gräben, von der sich Wanderer noch heute ein Bild machen können. Die Anlage liegt direkt am Rodalber Felsen-wanderweg und von dem Plateau der Alten Burg aus bietet sich ein schöner Blick über Rodalben.

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Adresse: 66976 Rodalben

Römisches Grabmal „Sickinger Würfel“ in Landstuhl

Foto: Dana Jung

Die Sickinger Würfel sind Res-te eines römischen Grabmals, welches im Jahr 1864 an der Kaiserstraße gefunden wur-de. Um es vor Beschädigun-gen zu bewahren, wurden die Sickinger Würfel an den Alten Markt verlegt. Heute kann man das, aus drei großen Quadersteinen bestehende, Denkmal noch immer am Alten Markt besich-

tigen. Um die Würfel rankt sich auch eine Sage: Franz von Sickingen, der Ritter, dem magische Fähigkeiten nachgesagt wurden, würfelte am Vor-abend der großen Belagerung der Burg Nanstein und warf die Würfel aus Gram von der Burg hinunter in die Stadt.

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Römische Ausgrabungen und Funde bei Erfenbach

An der B270 zwischen Kaiserslautern-Erfenbach, Sambach und Otterbach wurden bei Baumaßnahmen im Jahr 2002 römische Ziegel und Keramikscherben sowie Keramikbrennöfen und Abfallgruben aus dem zweiten bis dritten Jahrhundert n. Chr. entdeckt. Bereits Mitte der 1960er Jahre wurde eine römische Spardose mit Münzen im Raum Erfenbach gefunden.

Teufelstein bei Frankelbach

Der Teufelstein bei Frankelbach diente seit dem 3./4. Jahrhundert den Römern als Steinbruch. An den Spuren der Steinbearbeitung und der ty-pischen Abbautechnik ist die Werksteingewinnung bis heute sichtbar. Bis

Foto: Martin Koch

zu Beginn des 20. Jahrhun-derts ist man fälschlicher-weise davon ausgegangen, dass es sich bei dem soge-nannten Teufelstein um eine keltische Opferstätte han-delte.

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Hinkelstein bei Otterberg

Foto: Martin Koch

In prähistorischer Zeit, vor knapp 3000 Jahren, wurde der Hinkelstein in Otterberg anlässlich des eiszeitlichen Totenkults errichtet. Über Jahrhunderte markierte er zwei Altstraßen bei Otterberg. Im 18. Jahrhundert wurde je-weils rechts und links neben dem Hinkelstein ein Grenzstein platziert. Alle drei Felsen befinden sich heute noch an Ort und Stelle und kennzeichnen drei zusammentreffende Gemeindegrenzen.

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Adresse: 67697 Otterberg

Heidenfelsen bei Landstuhl

Foto: Harald Kröher

Die Heidenfelsen liegen in einem Waldgebiet zwischen Kindsbach und Landstuhl. Sie sind das noch am besten er-haltene römische Quellheilig-tum in Mitteleuropa, das sich noch an seiner ursprüngli-chen Stelle befindet. Es han-delt sich dabei um zwei Fel-sen eines ehemaligen Tempels, in die Figurendarstellungen gehauen wurden.

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Adresse: 66849 Landstuhl

Spätrömische Höhensiedlung auf dem Großen Berg bei Kindsbach

Foto: Lukas Weitz

Auf dem ca. 1,6 ha großen Bergplateau auf dem Großen Berg zwischen Kindsbach und Kaiserslautern-Einsiedlerhof wurde in den 1980er Jahren unter der Leitung des Archä-ologen Helmut Bernhard eine Spätrömische Höhensiedlung freigelegt und erforscht. Überreste der um das Jahr 350 n. Chr. entstandenen Gemäuer sind erhalten geblieben.

Römischer Vicus von Eisenberg

Foto: Sonja Kasprick

Der römische Vicus in Eisen-berg lag an der wichtigen Fernstraße zwischen Metz und Worms und wurde unter anderem zu deren Sicherung in frühchristlicher Zeit er-richtet. Aufgrund des hohen Eisenerzvorkommens wurde die Siedlung zu einem Zen-trum der Eisengewinnung und die Bewohner kamen zu großem Wohlstand. Die ersten Häuser wurden im 1. Jahrhundert nach Christus errichtet. Der Burgus im Westen der Siedlung stammt aus dem 4. Jahrhundert. Ein Jahr-hundert später wurde die Siedlung aufgegeben und vermutlich komplett verlassen.

Villa Rustica Herschweiler-Pettersheim

Die Villa Rustica zwischen Herschweiler-Pettersheim und Wahnwegen ist ein Zeugnis römischer Besiedlung in der Region. Die freigelegten Grundmauern

Foto: OG Herschweiler-Pettersheim, Margot Schillo

eines vermutlich zweistöck-igen Gutshofs aus dem 2.-3. Jahrhundert n. Chr. sind ganz-jährig kostenlos zugänglich. Tafeln vor Ort erklären Auf-bau und Nutzung der Anlage – ein lohnenswertes Ziel für Geschichtsinteressierte und Familien.

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Pettersheim
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Villa Rustica Reipoltskirchen/Ingweilerhof

Zwischen Reipoltskirchen und Hefersweiler, nahe des Ingweilerhofs, zeugen die freigelegten Mauerreste einer Villa Rustica vom Leben in der römischen Provinz. Der damalige Gutshof war funktional, ohne repräsentative Schau-seite erbaut und wies vermutlich sogar beheizte Räume auf. Eine Infotafel vor Ort vermittelt spannende Einblicke in römische Bauweise und Alltags-kultur – ein stiller, geschichtsträchtiger Ort inmitten der Nordpfälzer Natur.